Morgenlese XXV

Sonntagabend habe ich meinen ersten iCloud-Kalenderspam bekommen, irgendein chinesisch (sic!) und das Wort RayBan. Falls ihr auch so etwas bekommt: nicht annehmen oder ablehnen! Heise weiss wie immer mehr, iCloud-Spam nimmt zu: Kalendereinladungen löschen und andere Workarounds.

Eine in iOS oder macOS integrierte Option, den Spam ohne Rückmeldung zu löschen, gibt es derzeit nicht. Nutzer sollten keine der drei in der Kalender-App (und der Benachrichtigung) angebotenen Reaktionsmöglichkeiten “Annehmen”, “Vielleicht” oder “Ablehnen” wählen, denn der Spammer erhält in diesem Fall stets eine Rückmeldung – und damit zugleich die Bestätigung, dass die E-Mail-Adresse echt und in Benutzung ist.

Ja, die moderne Welt ist irgendwie auch scheisse. Da kann man ja besser seinem Brotkasten Slack benutzen. Braucht man auch nur einen Raspberry Pi dafür.

Ich weiß, ihr lest alle seit hundert Jahren a list apart, aber auf Insisting on Core Development Principles möchte ich trotzdem kurz eingehen. Stimmt das?

As I speak with development shops and ask about their code standards, workflows, and methods for maintaining consistency and best practices across distributed development teams, I’m continually astonished to hear that often, most of the best practices I listed in the first paragraph are not part of any development project unless the client specifically asks for them.

Und…

Development shops are relying on the communications team at a finance agency to know that they should request their code be optimized for performance or accessibility.

Wirklich? Ach manchmal geht’s mir in meinem Verlagsumfeld richtig gut, wo man nach jahrelangem Gebetsmühlendrehen die Früchte der dauernden Werbung für eben diese Dinge ernten kann. Hier sind noch Jobs frei für Webentwickler, sprecht mich einfach an.

Hat da jemand Javascript-Fatique gesagt? Ich höre ja immer wieder, das Elm empfohlen wird. Bei LinkedIn gibt es dazu ein großes Tutorial in fünf Teilen: Single-Page Web Apps in Elm.

Bild: Parker Byrd auf Unsplash

Ein Gedanke zu „Morgenlese XXV“

  1. > Stimmt das?

    Nein, stimmt nach meiner Erfahrung nicht.

    Man muss halt selbst hinterher sein und dafür werben. Das Projektmanagement, das keine Ahnung von Performance und Accessibility hat, fordert diese natürlich nicht ein.

    Wenn der Entwickler aber sagt dass man mit Aufwand X die Performance verbessern kann, und das sich laut Studien in Revenue und SEO niederschlägt, dann kriegt mann dafür auch ein Zeitbudget.

    Und letztlich lässt sich die „einmalige“ Performance-Optimierung der Agentur-Boilerplate an jeden einzelnen Kunden verkaufen. Und man kann mit konkreten Erfolgen werben. Das schöne ist, dass man Performance, Accessibility und Standardkonformität messen kann. Also verkauft man „Halbierung der durchschnittlichen Ladezeit“ für einen Batzen Geld. Kein Entwickler muss darum betteln, das tun zu dürfen. Nur darauf aufmerksam machen.

    Die Tatsache, dass Teile der Konkurrenz an der Stelle schlafen (auf deutsch: Entwickler haben keine Ahnung und/oder kein Interesse) ist ein toller Wettbewerbsvorteil.

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