Nachmittagslese IX

Ich höre immer mal wieder, man müsse mit der AfD reden. Die Ex-Grüne Antje Hermenau versucht es. Ich weiss ja nicht. Antje Hermenau ist bei den Grünen ausgetreten, weil sie das Aufstellen der Grünen als linke Partei und dem Verschließen vor der schwarz-grünen Option, mit der ihr Landesverband in den Wahlkampf gezogen war, für falsch hielt. Das ist ein Statement, der Dialog mit der AfD ist nun aber auch nicht gerade der nächste logische Schritt.

Bemerkenswert auch der Text, den Autor Christoph Herwartz zu seinem eigenen Stück auf Facebook geschrieben hat:

Und dann erinnert man sich, dass man auf dem Hinweg in der Bahnhofskneipe von Elsterwerda ein paar Pommes an Glutamatsalz für zwei Euro gegessen hat und dass dort schon die Bierflaschen auf den Tischen standen, obwohl es offensichtlich nichts zu feiern gab. Und dann geht es weiter in einem Zug mit Steckdosen an jedem Platz vorbei an verrottenden Industrieanlagen.

Na klar ist das scheiße hier und ich möchte hier auf gar keinen Fall leben. Und wer sein Leben lang hier geblieben ist kann vielleicht auch gar nicht verstehen, dass Menschen ihre Heimat verlassen, obwohl sie nicht akut in ihrem Leben bedroht sind.

Aber die Frage ist: Was sollte der Staat denn machen? Er hat die Straßen und Bahnstrecken gebaut und Busse gekauft und Innenstädte schick gemacht. Und trotzdem sagen die Leute, dass sich ja niemand um sie kümmert und die da oben und so weiter.

 

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