Auf allen Kanälen

Nachdem ich die alte Couchblog-Domain wieder mit Inhalten gefüllt habe, und nun auch auf einen einigermaßen erträglichen Schreibrhythmus gekommen bin, ist es an der Zeit, für eine weitere Verbreitung des neuen/alten Couchblogs zu sorgen. Und da verfolge ich jetzt mal testweise das multi-channel-publishing-Modell, wie es mein Arbeitgeber auch macht.

Das heisst im ersten Schritt erstmal, dass ich den ganzen Ramsch wie gewohnt bei Twitter ablade. Das habe ich auch zunächst bei Facebook so gemacht, dort aber habe ich aber inzwischen für das Couchblog eine Seite eingerichtet. Bei Facebook gibt’s dann auch alles was man hier lesen kann in Zukunft als instant article. Und weil es so einfach war, gibt’s von allen Artikeln auch gleich noch eine AMP-Version. Auch wenn das wohl eher zu nichts gut ist. Auf Apple News verzichte ich derzeit noch. Wie das alles geht, hat Chris Coyier hier aufgeschrieben und im Grunde ist es das, vor allem, dass die meiste Arbeit das Konfigurieren und Warten auf Freigabe bei Facebook ist.

Zusammengefasst mache ich jetzt dieses schnelle und eingezäunte mobile Internet. Im Unterschied zu Twitter, das Besucher auf meine Seite leitet, sind instant articles bei Facebook und AMP in der Google Suche ein dead end. Insofern muss man natürlich fragen, ob ich denn nun plötzlich gewillt bin, Facebook—dem public enemy number one for newspaper—meinen Content in den Rachen zu werfen. Sehen wir doch, wohin das führt. Nämlich wieder mal zum Ende der Welt wie wir sie kennen.

Wichtigste Regel also: der Originalcontent findet hier im Blog statt, oder wird zumindest nach dort importiert. Ansonsten geht mein Content dahin, wo die Leser sind. Das haben die ersten Analysezahlen meiner Facebook-Seite sowieso gezeigt: auf Facebook lesen wesentlich mehr Leute die Artikel, als im Blog. Da es noch so jungfräulich ist, merkt man das ganz gut. Zur Zeit ist die Zahl dort doppelt so hoch (ich verrate mal nicht die rohen Zahlen). Und: von Facebook kommt fast niemand auf die Seite (trotz Interaktionen und Likes). Walled garden eben. 

Aber was schert mich mein Geschwätz von vorgestern. Ich versuche einfach mal, diese walled gardens ein wenig auszukundschaften. Ich glaube mit dem Couchblog kann man sowas machen. Ich will damit wieder verspielter mit dem Netz umgehen: das betrifft die Inhalte genauso wie die Distribution. Und, falls jemand etwas anderes erwartet hat, das wird natürlich auch das Design und die Technik hier im Blog betreffen.

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